„LOOPs Virtual Space“ im Lernraum.Bauhaus
Ausstellung auf der Konferenz „Spacing – Lernen zwischen Räumen“, Bauhaus-Universität Weimar
Wann
24./25. September 2025
Wo
Bauhaus-Universität Weimar, Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar
Lehrende
Fang Tsai, Anastasia Putsykina, Marcello Lussana, Franz Siebler
Art/Umfang
Zweitägige Ausstellung
Beteiligung InKüLe
Konzeption, technisches Setup, Aufbau der Arbeit
Environment Setup
unterstützt durch Eman Safavi Bayat, Beril Ece Güler, Elisabeth Scholz
Text
Sabine Huschka, Fang Tsai
„Spacing - Lernen zwischen Räumen“, ein Symposium des Projekts Lernraum.Bauhaus
Das Symposium „Spacing - Lernen zwischen Räumen“ an der Bauhaus Universität Weimar versammelte eingeladene Drittmittel- und Forschungsprojekte von verschiedenen Hochschulen, die sich thematisch mit Fragen zur Ausgestaltung hybrider Lernräume auseinandersetzen. Ausgewählt von der dortigen Kommission präsentierte das InKüLe Team eine Installation mit dem Titel Loops Virtual Space, die künstlerische, technische und räumliche Aspekte unserer Arbeit als ineinander wirkende Zugänge und Praktiken aufzeigte, um innovative Methoden des Lernens und Lehrens im Austausch miteinander und durch Kollaborationen zu entwickeln.
„LOOPs Virtual Space“
Für die Ausstellung entwickelte das InKüLe Team eine interaktive Installation, die Spiel und Visualisierungsformen verschränkte, um einen Einblick in das ebenso von InKüLe entwickelte Streaming-Format für die Veranstaltungsreihe „LOOPs“ im Studiengang Design and Computation an der TU und UdK Berlin zu eröffnen. LOOPs Virtual Space schafft hierzu eine 3D-Umgebung zur Visualisierung jenes Raumes, in dem die LOOPs-Veranstaltungen stattfinden. LOOPs wurde maßgeblich von der interdisziplinären Forschungsplattform New Practice initiiert, gefördert von der Berlin University Alliance. Als gestreamtes Format zusammen mit InKüLe entwickelt und realisiert, werden die Veranstaltungen von Studierenden geleitet und moderiert, wobei sie auch für die technische Umsetzung verantwortlich sind. Ein zentrales Gestaltungselement ist ein spielerisch eingesetzter LED-Ring, der Redezeiten und Interaktionsmuster während der Veranstaltung strukturiert. Hierdurch entsteht ein hybrides, vielschichtiges Lernumfeld, das akademischen Austausch mit öffentlicher Beteiligung verbindet, Diskurs und kollaborative Wissensproduktion an den Schnittstellen von Kunst, Wissenschaft und Technologie verschränkt und die Grenzen zwischen Performance, Diskussion und Partizipation auflöst.
Ein immersives interaktives Erlebnis für den Eindruck des physischen Raums
Das Augenmerk unserer Installation LOOPs Virtual Space lag auf der Vermittlung eines hybriden Zusammenspiels von Raumgestaltung, Live-Streaming und gemeinschaftlicher Wissensproduktion. Ein 3D-Scan einer LOOPs-Veranstaltung ermöglichte den Besucher*innen, die räumlichen Dimensionen dieses Formats nachzuvollziehen. Gleichzeitig zeigte das streamingKIT, eine mobile und flexible Einheit zur Audio- und Videoübertragung, wie verschiedene Eingabequellen kombiniert werden können, um immersive Teilhabe sowohl im physischen als auch im digitalen Raum zu ermöglichen. Die in Unreal Engine entwickelte Umgebung visualisierte dabei das erweiterte Konzept des virtuellen Lernraums und bot die Möglichkeit, Ästhetik und Atmosphäre beim hybriden Lehren nachzuvollziehen.
Austausch mit anderen Projekten
Über die Präsentation unserer eigenen Arbeit hinaus bot das Symposium eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch mit Projekten aus ganz Deutschland, die ähnliche Ziele verfolgen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, unterschiedliche Ansätze zusammenzuführen, Methoden zu teilen und gemeinsam über die Herausforderungen und Potenziale hybrider Lernräume zu diskutieren. Besonders inspirierend war die Auseinandersetzung mit der Frage, wie verschiedene Förderstrukturen für künstlerische Projekte von Studierenden miteinander kombiniert werden können. Das Programm student bauhaus.modules etwa ermöglicht es Studierenden, eigenständig Seminare für ihre Kommiliton*innen zu entwerfen und durchzuführen. Auch Infrastrukturen wie das Hybride Lernatelier – Teil des Projekts Lernraum.Bauhaus und gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre – schaffen eine Teilhabe von Studierenden für Lehrinhalte. So bot das Symposium eine Plattform für Synergien, die lokale Ressourcen strategisch vernetzen, um Studierende zu unterstützen, ihre Lernumgebungen aktiv und nachhaltig zu gestalten.
Die Diskussionen gingen ebenso der praktischen Frage nach, wie Lernräume mit Technologien sinnvoll ausgestattet werden können, um hybride Treffen und Diskussionen unter den Studierenden zu ermöglichen. Notwendig hierfür sind Setups, die intuitiv und einfach zu bedienen sind und Lernen unterstützen. Zugleich sollten diese Räume leicht zugänglich sein, wobei das Risiko von Verlust oder Diebstahl von Geräten minimiert werden muss. Ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Benutzerfreundlichkeit, Offenheit und Sicherheit zu finden, bildete eine der zentralen Fragen unter den beteiligten Projekten.
Lernen zwischen Räumen
LOOPs Virtual Space schuf mit seiner Präsentation eines spezifischen hybriden Veranstaltungsformats eine Resonanz zu dem Thema „Spacing – Lernen zwischen Räumen“ des Symposiums. Das Projekt verdeutlichte, wie Lernen ausgehend von der physischen Architektur von Seminarräumen eine kreative Erweiterung in virtuelle und performative Dimensionen erfahren kann. Gerade ästhetische Faktoren – wie Licht, Klang, Atmosphäre – beleben Teilhabe und Engagement in hybriden Kontexten. Vor allem lud die Installation die Besucher:innen dazu ein, Grenzen zwischen Lernen, Performance und Partizipation neu zu denken.
Eingebettet in den Bauhaus-Kontext prägte LOOPs Virtual Space in vielfältiger Weise den Dialog darüber, wie hybride und künstlerische Lernumgebungen die Zukunft der Bildung prägen könnten, zeigte die Installation doch vielfältige Perspektiven auf: die Anwendung des streamingKITs in unterschiedlichen institutionellen Kontexten, die Weiterentwicklung immersiver Designansätze wie 3D-Scans und Simulationen in Unreal Engine sowie die Förderung interdisziplinärer, von Studierenden geleiteter Veranstaltungsformate, die Kunst, Wissenschaft und Öffentlichkeit verbinden. Betont wurde das Potenzial geteilter Infrastrukturen zwischen verschiedenen Fachbereichen, Studierenden und Lehrenden und – wo möglich – zwischen Hochschulen, um eine nachhaltige Grundlage für innovative Lehrformate in den kommenden Jahren zu schaffen.
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